Sonnenschutzfaktor
Schutzschild vor Sonnenstrahlen
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Sonnencreme und Lichtschutzfaktor gehen Hand in Hand, denn der Sonnenschutzfaktor ist ein wichtiger Wert beim Kauf von Sonnenschutzmitteln. Er gibt an, wie viel länger du dich nach der Verwendung eines Produkts in der Sonne aufhalten kannst, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Welche Unterschiede es gibt und wie du den richtigen Sonnenschutzfaktor wählst, erfährst du hier.
Sonnenschutzfaktor: Bedeutung
Die Begriffe Sonnenschutzfaktor und Lichtschutzfaktor werden in Deutschland synonym verwendet. Häufig werden die Abkürzungen SSF oder LSF verwendet. Gängig ist auch die englische Variante SPF (Sun-Protection-Factor). Doch was bedeutet der Sonnenschutzfaktor genau?
Der Sonnenschutzfaktor ist der Faktor, um den sich die Zeit verlängert, die du nach dem Auftragen des Produktes in der Sonne verbringen kannst, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Andere Hautschäden setzen allerdings schon bei niedrigerer UV-Belastung ein. Man sollte immer einen zeitlichen Sicherheitspuffer von ca. 40 % einplanen. Konkret bedeutet das: Nach dem Auftragen einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 kannst du dich zwanzig Mal länger in der Sonne aufhalten. Du solltest aber nur ca. 60 % der errechneten Schutzzeit nutzen. Diese Zeit gilt pro Tag und setzt die richtige Anwendungsmenge und regelmäßiges Nachcremen voraus.
Welchen Sonnenschutzfaktor gibt es?
Grundsätzlich gilt also: Je höher der LSF, desto höher ist auch der Sonnenschutz. Mit einem höheren Sonnenschutzfaktor verlängert sich also die mögliche Dauer deines Sonnenbades. Sonnenschutzmittel sind in vier verschiedenen Stufen erhältlich:
- Basis (LSF 10)
- Mittel (LSF 15, 20 und 25)
- Hoch (LSF 30 und 50)
- Sehr hoch (LSF 50+)
Welcher Sonnenschutzfaktor ist der richtige?
Nun stellt sich die Frage: Welcher LSF ist am besten für meine Haut geeignet? Die Antwort hängt von deinem Hauttyp bzw. Pigmentierungstyp ab, denn jeder hat eine sogenannte Eigenschutzzeit. Diese gibt an, wie lange sich eine Person ohne Schutz in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Zum anderen ist ausschlaggebend, wo du dich aufhältst, d.h. welcher Sonnenintensität du ausgesetzt bist. Die sonnenbrandwirksame Stärke der UV-Strahlung hängt unter anderem ab von der Jahreszeit, der Tageszeit, der Meereshöhe, den Wetterverhältnissen und dem Breitengrad. Die Intensität der UV-Strahlung wird in dem sogenannten UV-Index (UVI) gemessen. Nach dem Bundesamt für Strahlenschutz beschreibt der UV-Index „den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung“. Dieser Index gilt international. Die weltweite Vorhersage zum UV-Index findest du auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes. Je höher dieser Wert ist, umso höher ist die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen.
Wenn du wissen möchtest, wie lange du mit einem bestimmten Lichtschutzfaktor vor einem Sonnenbrand geschützt bist, so multiplizierst du deine Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme, so erhältst du die theoretische Schutzzeit. Dabei ist es wichtig drei Faktoren zu berücksichtigen:
1. Die Eigenschutzzeiten, die für bestimmte Pigmentierungstypen angegeben werden, beziehen sich auf den Sommer in Deutschland, hier wird ca. ein UVI von 8 erreicht. Wenn du dich in südlicheren Regionen aufhältst oder im Gebirge, so ist die Eigenschutzzeit wesentlich geringer. Auch bei Schnee oder am und auf dem Wasser ist durch Reflexion eine deutlich stärkere UV-Belastung zu erwarten und du solltest einen sehr hohen Lichtschutzfaktor wählen.
2. Diese Zeitspanne bezieht sich auf die Entwicklung eines Sonnenbrandes. Schäden, die zur Hautalterung beitragen, entstehen schon durch niedrigere Sonnendosis. Auch deshalb sollte man immer nur 60 % der theoretischen Schutzzeit nutzen, bzw. einen Sicherheitspuffer von 40 % einplanen.
Ein Beispiel:
Eine Person des mittleren Hauttyps mit einer Eigenschutzzeit von 25 Minuten, die einen Sonnenschutz mit LSF 30 verwendet, kann sich gemäß dieser Formel bei UV-Index 8 ca. 7 Stunden in der Sonne aufhalten:
25 min x 30 = 750 min
750 min x 0,6 = 450 min = 7,5 Stunden
3. Diese Berechnungen gelten nur, wenn ausreichend Sonnenschutzmittel aufgetragen wird und dieser nach dem Schwitzen oder Baden, bzw. ca. alle zwei Stunden aufgefrischt wird.
Sonnencreme & Lichtschutzfaktor bei Kindern
Kinderhaut muss besonders vor der Sonne geschützt werden, denn sie ist weitaus empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Deshalb sollte für Kinder mindestens ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen, im besten Fall jedoch sehr hohen Sonnenschutzfaktor (LSF 50 oder 50+) verwendet werden. Im Themenbereich „Kinderhaut in der Sonne“ findest du Tipps, wie man Kinderhaut noch zusätzlich vor zu viel Sonne schützen sollte.
Es gibt spezielle Sonnencremes für die Bedürfnisse empfindlicher Kinderhaut. Verteile diese gleichmäßig auf dem gesamten Körper deines Kindes. Wie auch bei Erwachsenen sollte dieser Schutz im Laufe des Tages erneuert werden. Außerdem sollten sich Babys und Kinder besonders zur Mittagszeit möglichst viel im Schatten aufhalten und einen Sonnenhut oder ein Mützchen tragen.
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