Geeignete Patient:innen

Eine Therapie mit LECIGON® könnte für Parkinson-Patient:innen in Erwägung gezogen werden, die folgende Kriterien erfüllen:1

  • Patient:innen mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit, d.h. mit motorischen Komplikationen.1,2
  • Patient:innen mit schweren motorischen Fluktuationen und Hyperkinesie oder Dyskinesie mit daraus resultierender beträchtlicher Dauer der „OFF“-Phase und täglichen Dyskinesie-Phasen.1
  • Patient:innen, bei denen orale Kombinationen von Parkinson-Arzneimitteln nicht zu zufriedenstellenden Behandlungsergebnissen geführt haben.1

Weitere Punkte, die für eine Therapie mit LECIGON® sprechen:

  • Patient:innen, die eine stabile Levodopa-Plasmakonzentration benötigen.3
  • Patient:innen mit Kontraindikationen gegen andere Therapien:
    • Tiefe Hirnstimulation (THS)
    • Subkutane Gabe von Apomorphin
    • Subkutane Gabe von Foslevodopa/Foscarbidopa
  • Patient:innen, die für eine THS geeignet sind, aber sich keiner Gehirnoperation unterziehen möchten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Therapieeskalation? 4

Die Einstufung von Wirkungsschwankungen als medikamentös ausbehandelte Fluktuationen/Dyskinesien“ (MAF/MAD) erfordert

  • dass es bei Wirkungsfluktuationen nicht möglich ist, eine dopaminerge Vierfach-Kombination (L-Dopa, COMT- plus MAO-B-Hemmer, Dopaminagonist) in Zusammensetzung und Dosis so aufeinander abzustimmen, dass eine ausreichende Kontrolle der OFF-Zeiten erreicht wird und
  • dass bei Dyskinesien durch Amantadin-Gabe und Anpassung der dopaminergen Medikation keine akzeptable Kontrolle der Dyskinesien erzielt werden kann.

Hilfreiche und praxistaugliche Kriterien zur Feststellung von MAF/MAD geben die beiden Experten Prof. Georg Ebersbach und Prof. Werner Poewe mit dieser kompakten Checkliste an die Hand.

Eine weitere Alternative ist:

Der Delphi-Konsens von Parkinson-Spezialist:innen liefert Empfehlungen für Indikatoren zur Einschätzung eines fortgeschrittenen Morbus Parkinson. Sie beruhen auf Grundlage der motorischen Symptome, nicht-motorischen Symptome und funktionellen Fähigkeiten der Patient:innen. Gemäß den Kriterien könnte eine geeignete, wirksame, geräteunterstützte Therapie vor dem Auftreten schwerer motorischer Komplikationen begonnen werden und somit die Lebensqualität der Patient:innen und die Symptomatik stabilisieren. Nach diesem Konsens können Patient:innen für eine geräteunterstützte Therapie geeignet sein, wenn sie die 5–2–1-Kriterien 5,6 erfüllen:

 

 

Mehr Informationen über den richtigen Zeitpunkt eines Therapiewechsels und über die Vorteile eines rechtzeitigen Einsatzes der Pumpentherapie erhalten Sie im Artikel „Parkinson-Therapiewechsel – Pumpen statt Schlucken“.

Nicht geeignet ist LECIGON® z.B. für:1

Patient:innen,

  • die Entacapon nicht vertragen (rund 10,3 % der Patient:innen leiden unter oralem Entacapon an Diarrhoe) 7
  • mit Engwinkelglaukom
  • mit schwerwiegender Herzinsuffizienz oder schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen
  • mit akutem Schlaganfall
  • mit schwerwiegenden Beeinträchtigungen der Leberfunktion


Weitere Gegenanzeigen, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Fachinformation. 1