Schlafstörungen & Zeitumstellung
Die Zeitumstellung und unsere Gesundheit
Geschätzte Lesedauer: 5:00 Min.
Zweimal im Jahr verstellen wir die Uhr um eine Stunde. Was wie eine kleine Änderung wirkt, beeinflusst viele Menschen stark. Es überrascht wohl niemanden, dass nach jeder Umstellung Beschwerden auftreten. Eine Umfrage zeigt, dass etwa 63 % der Befragten in Deutschland nach der Zeitumstellung Schlafstörungen bekommen. Auch der Schlafrhythmus gerät durcheinander und die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Das allgemeine Wohlbefinden sinkt.1
Warum gibt es die Zeitumstellung?
Zeitumstellung: Körperliche Auswirkungen
Schlafprobleme nach der Zeitumstellung vorbeugen
Hoggar® Melatonin Gummies bei Schlafproblemen nach der Zeitumstellung
Kurz und knapp
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Die Zeitumstellung wurde ursprünglich zum Energiesparen und effizienteren Nutzung des Tageslichts eingeführt.
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Eine Abschaffung der Zeitumstellung wird in der Politik diskutiert. Das Problem: Man ist sich nicht einig, welche Zeit auf Dauer beibehalten werden soll.
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Viele Menschen leiden unter der Zeitumstellung. Sie klagen über Schlafprobleme, Konzentrationsproblemen, Tagesmüdigkeit und Durchschlafschwierigkeiten.
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Durch eine gute Schlafhygiene und ausreichend Tageslicht können die Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Körper minimiert werden.
Probleme nach der Zeitumstellung1
Warum gibt es die Zeitumstellung?
Die ursprüngliche Einführung der Zeitumstellung verfolgte die Ziele der Energieeinsparung und der effizienteren Nutzung des Tageslichts. Die Verschiebung zur Sommerzeit sollte eine längere Helligkeit in den Abendstunden bewirken. Dies war insbesondere in Phasen hoher Energiekosten relevant, beispielsweise während des Ersten Weltkriegs oder der Ölkrise in den 1970er-Jahren. Zudem erwartete man positive Effekte auf die Freizeitgestaltung und die Wirtschaft, da längere Abendaktivitäten möglich wären.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen jedoch, dass die tatsächlichen Energieeinsparungen gering ausfallen und die Zeitumstellung für viele Personen gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge hat. Trotz dieser Kritikpunkte wird die Zeitumstellung innerhalb der Europäischen Union derzeit noch beibehalten, obwohl eine Abschaffung auf politischer Ebene bereits erörtert wurde. Der Grund dafür ist, dass man sich nicht einig ist welche Zeit auf Dauer beibehalten werden soll.2
Zeitumstellung: Körperliche Auswirkungen
Die Zeitumstellung beeinflusst vor allem den Biorhythmus. Er steuert wichtige Körperfunktionen, wie den Schlaf-Wach-Rhythmus. Eine plötzliche Verschiebung der Zeit, ähnlich wie bei einem Jetlag, stellt für unseren Körper eine Herausforderung dar. Besonders betroffen von der Zeitumstellung sind Menschen mit Schlafproblemen, Kinder, Senioren und Schichtarbeitende.4
Sommer- vs. Winterzeit
Vor allem die Zeitumstellung im Frühjahr nimmt einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit führt bei vielen Menschen zu Schlafstörungen, weil eine Stunde Schlaf in der Nacht fehlt. Dies beeinträchtigt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und stört den Schlafrhythmus. Bei einigen Personen können die Schlafstörungen nach der Zeitumstellung auch noch Wochen anhalten. Betroffene Personen berichten von:4
- Müdigkeit
- Konzentrationsproblemen
- Einschlafproblemen
- Häufigem Erwachen in der Nacht
Zudem gibt es einen nachweislichen Anstieg der Herzinfarkte nach der Umstellung auf die Sommerzeit.3 Im Winter, wenn die Uhr zurückgestellt wird, empfinden viele wieder Müdigkeit. Obwohl in der Umstellungsnacht eine Stunde mehr Schlaf möglich ist, berichten Personen von Schlafproblemen in den folgenden Nächten. Der Grund: Die innere Uhr passt nicht zu den äußeren Lichtverhältnissen.
Wie lange der Körper braucht, um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen, ist unterschiedlich. Manche Menschen sind schon nach ein oder zwei Tagen wieder im Takt. Andere brauchen bis zu zwei Wochen. Besonders spürt das der Schlaftyp „Eule“, also Menschen, die abends lange aufbleiben und morgens nur schwer aufstehen. Ihr Körper erlebt die Folgen der Zeitumstellung sehr deutlich.4 Halten die Schlafprobleme nach der Zeitumstellung länger an, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Wie fühlen Sie sich morgens nach dem Aufwachen – und wie wachen Sie auf?
Schlafprobleme nach der Zeitumstellung vorbeugen
Die Zeitumstellung beeinflusst unseren Alltag und den Körper. Sie minimieren die negativen Auswirkungen, wenn Sie auf eine gute Schlafhygiene achten und ausreichend Tageslicht tanken. Unser Körper gewöhnt sich nur langsam an den neuen Rhythmus.
Mit Geduld und den passenden Strategien spüren Sie die Folgen der Zeitumstellung bald weniger:
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Schlafrhythmus früh anpassen: Beginnen Sie einige Tage vor der Zeitumstellung, Ihren Schlafrhythmus langsam umzustellen. Gehen Sie etwas früher oder später ins Bett, je nachdem, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird.
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Feste Schlafenszeiten: Versuchen Sie einen konstanten Schlafrhythmus einzuhalten. Das bedeutet, möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen.
- Ausreichend Tageslicht: Tageslicht beeinflusst den Biorhythmus stark. Besonders wenn es früher dunkel wird, sollten Sie tagsüber viel natürliches Licht tanken. Planen Sie Spaziergänge oder Aktivitäten draußen, um Ihren Körper zu unterstützen.
- Ernährung: Ein voller Magen erschwert das Einschlafen und mindert die Schlafqualität. Vermeiden Sie daher schwere Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen –setzen Sie lieber auf leichte Kost.
- Entspannungstechniken: Autogenes Training, lesen oder Mediation vor dem Schlafengehen können unterstützend beim Einschlafen wirken.
Einschlafhilfen mit Melatonin können zudem bei Einschlafproblemen durch die Zeitumstellung hilfreich sein. Die schlaffördernde Wirkung des Hormons kann – in Form von Melatonin-Kapseln oder Melatonin-Sprays – dazu beitragen, die Einschlafzeit zu verkürzen, die positive Wirkung stellt sich ein, wenn kurz vor dem Schlafengehen 1 mg Melatonin zugeführt wird.
Hoggar ® Melatonin Gummies
Nahrungsergänzungsmittel mit dem körpereigenen Schlafhormon Melatonin* und Vitamin B6 zur Verkürzung der Einschlafzeit und bei subjektiven Jetlag-Empfindungen.
*Melatonin trägt dazu bei die Einschlafzeit zu verkürzen. Die positive Wirkung stellt sich ein, wenn kurz vor dem Schlafengehen 1 mg Melatonin zugeführt wird.
Quellen
1 DAK-Umfrage (2025): 70 Prozent wollen Zeitumstellung abschaffen (zuletzt aufgerufen am 24.11.2025)
2 Fluter (2018): Fünf Minuten für die Zeitumstellung (zuletzt aufgerufen am 26.07.2025)
3 Deutsches Ärzteblatt (2014): Zeitumstellung: Mehr Herzinfarkte am Folgetag (zuletzt aufgerufen am 26.07.2025)
4 Kantermann, T., Juda, M., Merrow, M., & Roenneberg, T. (2007). The human circadian clock's seasonal adjustment is disrupted by daylight saving time. Current Biology, 17(22), 1996–2000. https://doi.org/10.1016/j.cub.2007.10.025
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