Dialyse – Was ist das überhaupt?

Behandlung bei Nierenversagen

Dialyse in Deutschland – Fakten

Etwa 9 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer chronischen Nierenkrankheit.1

Die erste Dialyse wurde 1924 von Georg Haas durchgeführt.2

Derzeit werden in Deutschland rund 80.000 Menschen dauerhaft dialysiert.3

Im Durchschnitt sind Dialysepatienten 68 Jahre alt.4

Durch intensive Forschung in den vergangenen Jahren kann heute eine gute Lebensqualität mit Dialyse gewährleistet werden.

Wann ist eine Dialyse nötig?

Eine Dialyse ist dann notwendig, wenn die Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Bei chronischem Nierenversagen kann sich die Nierenfunktion nicht mehr erholen, weshalb die Dialyse dann längerfristig notwendig ist. Dann spricht man von einer Langzeitdialyse.

Zu welchem Zeitpunkt ein Patient dialysepflichtig wird, also eine Dialyse benötigt, kann nicht so genau vorhergesagt werden. Dies ist abhängig von vielen Faktoren wie zum Beispiel der zeitlichen Entwicklung der Erkrankung, Medikamenten sowie dem persönlichen Umfeld.

Dialyse für begrenzte Zeit – die vorübergehende Dialyse

Eine vorübergehende Dialyse wird bei akutem Nierenversagen für eine kurze Zeit angewendet. Akutes Nierenversagen tritt plötzlich und innerhalb von Stunden oder Tagen auf.

Gründe für die plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion können zum Beispiel größerer Blut- oder Flüssigkeitsverlust nach Unfällen oder Operationen, Nierensteine oder eine Überdosierung von bestimmten Medikamenten sein. Die Nieren können bei akutem Nierenversagen jedoch wieder zu ihrer vollen Funktion zurückkehren. Bis es so weit ist, ist dann eine Dialyse nötig.

Wie funktioniert eine Dialyse?

Bei einer Dialyse wird dem Körper Blut entnommen, dieses über eine Membran gefiltert und das gereinigte Blut dem Körper zurückgeführt. Der Stoffaustausch beruht dabei auf dem physikalischen Prinzip der Diffusion.

Bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Elektrolyte, Harnstoff und Kreatinin, können die Membran relativ ungehindert passieren und werden durch die Poren der Membran aus dem Blut gefiltert.

Substanzen aus größeren Molekülen (zum Beispiel Eiweiße, Blutzellen, Fette) können die Membran allerdings nicht durchqueren und bleiben somit im Blut. Es gibt zwei unterschiedliche Dialysearten – die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

Auf einen Blick

Wenn die Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können, ist eine Dialyse nötig. Diese befreit den Körper von schädlichen Giftstoffen.

Bei akutem Nierenversagen wird die Dialyse nur vorübergehend angewendet. Wenn sich die Nierenfunktion nicht mehr erholen kann, spricht man von chronischem Nierenversagen. Dann ist eine Langzeitdialyse notwendig.

Es gibt zwei Dialysearten: die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

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