Auf einen Blick
Viele Menschen warten in Deutschland auf eine Nierentransplantation und die Wartezeiten sind entsprechend lang. Es gibt zwei Arten der Transplantation: Bei der Lebendspende erhalten Sie eine Niere einer Ihnen nahestehenden, gesunden Person. Für eine postmortale Spende lassen Sie sich auf eine Warteliste der europäischen Vermittlungsstelle „Eurotransplant“ eintragen. Wie bei jeder Operation ist auch die Nierentransplantation mit Risiken verbunden. Ob eine Transplantation stattfinden kann, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig.
Neue Niere – gewohnte Lebensqualität?
Eine Dialyse gewährleistet Ihnen ein bestmögliches Maß an Lebensqualität. Einige Patienten entscheiden sich trotzdem aus unterschiedlichen Gründen für eine Nierentransplantation.
Diese ist jedoch auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden. In Deutschland warten aktuell rund 8.000 Menschen auf eine Nierentransplantation. 1Die Zahl der Organspender ist in den letzten Jahren zurückgegangen, wodurch sich die Wartezeiten weiter verlängert haben. Im Durchschnitt warten Patienten rund sechs bis acht Jahre auf eine neue Niere.1 Voraussetzung für eine Nierentransplantation ist, dass sie neben Ihrer Nierenerkrankung nicht an einer anderen schwerwiegenden Erkrankung leiden.
Sprechen Sie über das Thema Transplantation mit Ihrem Arzt. Er wird Sie näher informieren.
Zwei Arten der Transplantation
Jedes Jahr bekommen in Deutschland rund 2.000 Menschen eine Spenderniere. Mittlerweile machen die sogenannten „Lebendspenden“, bei denen ein enger Angehöriger ein Organ spendet, rund 600 der in Deutschland durchgeführten Nierentransplantationen aus.2
Die Lebendspende einer Niere ist die häufigste Lebendorganspende. Unser Körper verfügt über zwei Nieren. Doch in der Regel kann der Körper auch mit nur einer Niere funktionieren. Daher gibt es die Möglichkeit der sog. „Lebendspende.“ Ein Vorteil ist der Wegfall der jahrelangen Wartezeit auf eine neue Niere. Außerdem hält die Funktionstüchtigkeit der Niere eines Lebendspenders meist länger an als bei einer postmortalen Nierenspende.
- Volljährigkeit,
- exzellenter Gesundheitszustand,
- emotionale Nähe, Verwandtschaft/enge Bindung zur Vermeidung von Organhandel
- Blutgruppen-Kompatibilität (Cross-Match-Test).
Voraussetzung ist neben passenden organischen Werten, dass der Spender Ihnen persönlich nah steht – z.B. ein Verwandter oder enger Freund, der sich zum Spenden bereit erklärt. Dies schreibt der Gesetzgeber vor, um illegalem Organhandel den Riegel vorzuschieben. Außerdem muss die Person einen guten Gesundheitszustand vorweisen. Bei direkten Verwandten besteht übrigens eine besonders hohe Chance auf Passgenauigkeit der Spenderniere. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen oder Bekannten: Wer einen Spenderausweis hat, kann einen wertvollen Beitrag leisten.
Organspendeausweis
Setzen Sie ein Zeichen für das Leben: Hier können Sie den offiziellen Organspendeausweis beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bestellen oder herunterladen.
Nierentransplantation
Die erfolgreiche Transplantation eines Spenderorgans eröffnet Ihnen die Chance auf ein Leben ohne Dialyse. Erfahren Sie mehr über diese Perspektive.
Das Leben nach der Nierentransplantation: Was ändert sich?
Nach einer Nierentransplantation entfällt die Dialyse, dafür müssen jedoch lebenslang Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva) eingenommen werden.
Wichtig sind ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und konsequenter Infektionsschutz, etwa durch gute Handhygiene und empfohlene Impfungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich beraten.
Häufige Fragen zur Nierentransplantation (FAQ)
Alltag mit Dialyse meistern





