Dialyse-Ablauf kompakt erklärt
Zur Vorbereitung auf die erste Dialyse gehört, dass Sie sich im Vorfeld ausführlich über Ihre Erkrankung und die verschiedenen Dialysemethoden informieren. Überlegen Sie auch, was sich in Ihrem Alltag zukünftig verändern wird. Die Zeit, die Sie etwa dreimal die Woche für mehrere Stunden im Dialysezentrum verbringen, können Sie nutzen und mit Beschäftigungen, die Ihnen Spaß machen, füllen. Mögliche Ablenkungen sind zum Beispiel Lesen, Fernsehen, Musik hören oder Telefonieren.
Dauer und Häufigkeit: Wie oft und wie lange dauert eine Dialyse?
Der Zeitaufwand hängt von der Methode ab. Die klassische Hämodialyse im Zentrum findet in der Regel dreimal pro Woche statt. Eine einzelne Behandlung dauert dabei meist 4 bis 5 Stunden. Wenn es sich nur um eine vorübergehende Dialyse bei akutem Nierenversagen handelt, kann das Schema abweichen, bis sich die Nieren erholt haben.
Warum muss ich zur Dialyse?
Wenn Ihr Arzt Ihnen zur Dialyse rät, heißt das, dass Ihre Nieren ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können. Die Dialyse unterstützt die Nieren bei der Entgiftung des Körpers. Die meisten Patienten gehen mehrmals wöchentlich zur Behandlung in ein Dialysezentrum. Dort wird die sogenannte Hämodialyse unter ärztlicher Betreuung durchgeführt. Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit, die anzuwenden. Welches Dialyseverfahren für Sie in Frage kommt, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt/Ihrer Ärztin.
Wahrscheinlich stellen Sie sich vor der ersten Dialyse verschiedene Fragen. Lesen Sie hier, wie eine Dialysebehandlung abläuft und wie Sie sich auf die erste Dialyse vorbereiten können.
Dialysevorbereitung
Das erste Mal bei der Dialyse - Wie kann ich mich vorbereiten? Folgende Tipps können bei der Wahl der Dialysemethode und der Vorbereitung auf die erste Dialyse helfen:
Wie sieht ein typischer Besuch im Dialysezentrum aus?
- Abholung: Ein Taxi oder ein organisierter Transport holt Sie von Zuhause ab und fährt Sie direkt zum Dialysezentrum. So müssen Sie sich keine Gedanken über die Anreise machen. Natürlich ist es aber auch möglich, dass Sie von Angehörigen zum Dialysezentrum gebracht werden.
- Messungen: Bevor es mit der Dialyse losgeht, werden Sie gewogen und der Blutdruck gemessen. Sagen Sie dem Personal unbedingt Bescheid, falls Sie irgendwelche Beschwerden haben.
- Zugang zum Blut: Ihr Arm wird desinfiziert und über Ihren Shunt wird ein Zugang zu den Blutgefäßen geschaffen. Das Personal stellt die Dialysemaschine individuell auf Sie ein und dann geht es schon los.
- Dialyse: Während der Dialyse verändert sich das Blutvolumen sowie die Konzentration verschiedener Stoffe im Blut, wodurch es zu Blutdruckschwankungen kommen kann. Deshalb wird das Personal regelmäßig Ihren Blutdruck überprüfen. Machen Sie auf sich aufmerksam, falls es Ihnen nicht gut geht.
Die Peritonealdialyse Zuhause – Absolute Hygiene ist ein Muss!
Der Vorteil einer Peritonealdialyse ist für viele, dass sie von Zuhause durchgeführt wird und Sie nicht ins Dialysezentrum fahren müssen. Sie ist aber auch mit bestimmten Anforderungen verbunden. Besonders wichtig ist es, dass Sie steril arbeiten, damit keine Keime in den Körper gelangen können. Gelangen Bakterien in den Bauchraum, kann dies zu schweren Entzündungen führen, die ärztlich behandelt werden müssen.
- Vor der Dialyse sollten Sie Schmuck wie Ringe, Armbänder oder Armbanduhren ablegen.
- Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Seife – mindestens 20 Sekunden lang.
- Wenn Sie einen Tisch als Arbeitsfläche verwenden, reinigen und desinfizieren Sie diesen vorher.
- Auch der Raum sollte möglichst steril gehalten werden: Schließen Sie Fenster und Türen, um Luftzüge zu vermeiden. Haustiere sollten draußen bleiben.
- Tragen Sie einen Mund-Nasenschutz während des gesamten Ablaufs.
- Befolgen Sie alle Schritte so, wie es Ihnen vom geschulten Personal beigebracht wurde.
Häufige Fragen zur Dialyse Ablauf & Dauer (FAQ)
Alltag mit Dialyse meistern

Wer bezahlt Krankenfahrten? Welche Absprachen muss man mit seiner Krankenkasse oder anderen Versicherungen treffen? Machen Sie sich schlau.




