Die Niere kompakt erklärt:
Aufbau und Funktion
Hier erfahren Sie mehr über das Wunderwerk Niere und ihre zahlreichen Fähigkeiten - viele davon werden Sie überraschen!

Wunderwerk Niere – oft unterschätze Organe
Unsere Nieren erbringen Tag für Tag echte Höchstleistungen und befreien unseren Körper von schädlichen Substanzen und Giftstoffen. Sie sind das wichtigste Ausscheidungsorgan unseres Körpers – sozusagen unsere „Kläranlage“. Darüber hinaus übernehmen sie noch zahlreiche weitere Funktionen in unserem Körper.
Wenn es den Nieren nicht gut geht, kann dies gefährliche und langfristige Folgen für unsere Gesundheit haben. Eine Dialyse oder Nierentransplantation könnten die Folge sein. Lernen Sie die Nieren besser kennen und erfahren Sie hier, was die Organe täglich bewältigen und welche Nierenerkrankungen es gibt.
Wie gehts Ihren Nieren?
Die fünf Stadien der Nierenerkrankung.
Nierenfreundliche Ernährung
Ernähren Sie sich gesund und salzarm: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. So entlasten Sie Ihre Nieren und beugen langfristigen Schäden vor.
Ernährung bei Niereninsuffizienz
Unsere Ratgeber als handlicher Download.
Fitness
Bleiben Sie fit: Mit regelmäßiger Bewegung fördern Sie Ihre Herz-Kreislauf-Funktion und die Nierengesundheit. Schon tägliche Spaziergänge können einen positiven Effekt haben.
Nikotin verzicht
Verzichten Sie auf Nikotin: Nikotin schadet nicht nur der Lunge, sondern auch Ihren Nieren. Rauchen verschlechtert die Durchblutung der Nieren und erhöht das Risiko für Nierenerkrankungen.
Alkoholkonsum minimieren
Halten Sie Ihren Alkoholkonsum niedrig: Wie auch Nikotin ist Alkohol ein Gift, das die Nieren stärker belastet. Maßvoller oder kein Alkoholkonsum schützt Ihre Nieren auf Dauer.
Blutzucker
Halten Sie Ihren Blutzucker im Blick: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutzucker, denn hohe Blutzuckerwerte können auf einen Diabetes hindeuten. Ein gut eingestellter Blutzucker kann diabetesbedingte Nierenschäden verhindern.
Blutdruck
Beugen Sie hohem Blutdruck vor: Halten Sie auch Ihren Blutdruck im Blick, da ein hoher Blutdruck ein Risikofaktor für Nierenerkrankungen sein kann. Eine rechtzeitige Behandlung senkt das Risiko für dauerhafte Nierenschäden.
Trinken
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Damit unterstützen Sie Ihre Nieren bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Stimmen Sie Ihre genaue Trinkmenge mit Ihrem Arzt ab – besonders bei Dialyse ist eine kontrollierte Trinkmenge sehr wichtig.
Ursache:
Diabetes und Nieren
Chronisches Nierenversagen kann eine Langzeitfolge eines Diabetes sein. Etwa 40 – 50 % der Patienten mit Typ-1 oder Typ-2 Diabetes entwickeln im Laufe der Erkrankung eine sogenannte diabetische Nephropathie.2 Meist tritt das Nierenversagen etwa 10 – 15 Jahre nach Beginn der Erkrankung auf.
Ursache:
Bluthochdruck Nieren
Nieren und Bluthochdruck hängen eng zusammen. Zu den häufigsten Ursachen von Nierenerkrankungen bzw. -versagen zählt zu hoher Blutdruck. Wird unser Blut mit zu viel Druck durch den Körper gepumpt, belastet dies nicht nur unsere Gefäße, sondern auch das Herz und alle weiteren Organe.
Nierenerkrankung Früherkennung
Lassen Sie Ihre Nierenwerte regelmäßig überprüfen. Ihr Arzt bestimmt im Blut oder Urin den Gehalt von Kreatinin, Harnstoff oder Harnsäure und kann so frühzeitig erkennen, ob die Nieren noch ausreichend arbeiten.
Wichtig ist außerdem die Kontrolle weiterer Werte wie der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) und des Eiweißgehalts im Urin. Diese Laborwerte geben Aufschluss darüber, wie gut die Filterfunktion der Niere ist und ob bereits eine Schädigung vorliegen könnte.
Wie kann man Nierenerkrankungen behandeln?
Häufig lässt sich die Funktion der Niere schon mit einer Ernährungsumstellung und Veränderung der Lebensgewohnheiten verbessern. Im nächsten Schritt können Medikamente von Ihrem Arzt verschrieben werden. Die Therapie bei einer Nierenerkrankung unterscheidet sich je nach Art der Erkrankung und wird individuell von Ihrem Arzt angepasst.
Ist eine Funktionsstörung der Nieren so schwer, dass man von einem Nierenversagen spricht, benötigt man eine sog. „Nierenersatztherapie“ – sprich, Dialyse. Diese übernimmt dann die Aufgaben unserer Nieren und reinigt das Blut von Giftstoffen. Dabei gibt es die Möglichkeit einer Hämodialyse, für die Sie mehrmals wöchentlich ins Dialysezentrum gehen, sowie die Peritonealdialyse, die Zuhause stattfinden kann. Für einige Menschen ist das Leben mit der Dialyse allerdings mit beachtlichen Einschränkungen verbunden. Deshalb wünschen sich viele eine neue Niere und entscheiden sich für eine Nierentransplantation.




